Die Buchproduktion von AK interactive steht zwischen Fachbuch und Modellbauanleitung. Ein Teil der Titel sind Monografien konkreter Maschinen, vor allem Hubschrauber und Flugzeuge, mit umfangreicher Fotodokumentation und einem festen Seitenumfang, der auf dem Umschlag genannt wird. Ein zweiter Teil sind Lehrbände zu einer einzigen Technik, etwa zur Darstellung von Leder und Segeltuch oder zur Figurenbemalung. Die dritte Gruppe sind Bücher über Panzertechnik, die historischen Zusammenhang mit der Umsetzung am Modell verbinden. Die meisten Ausgaben sind englisch, einzelne spanisch.
AK LEARNING 17: REALISTIC LEATHER & CANVAS
10.76 €
ARMOR IN VIETNAM (192 pages) (EN)
30.36 €
AH-64D/E Apache by John Lekkas (English, 152 Pages)
0 €
T-2 Buckeye Legacy Trainer by John Lekkas (English, 96 Pages)
0 €
UH-1H Huey (John Lekkas, English, 108 pages)
23.96 €
The Huey in Vietnam - America’s UH-1 at War (English Edition)
70.36 €
Eine Typenmonografie aus dieser Produktion ist meist stark bildbetont: Ein großer Teil der Seiten entfällt auf Detailaufnahmen der Maschine, ergänzt um die Beschreibung der Versionen. Die Lehrreihe ist dagegen als Anleitung Schritt für Schritt angelegt, ein Thema, mehrere Modelle, nummerierte Arbeitsphasen. Die Bücher über Panzertechnik verbinden beides, weil sie neben dem historischen Zusammenhang gleich zeigen, wie die zugehörige Farb- und Alterungslösung aussieht.
Das ist die erste Frage, die sich lohnt. Wenn Sie spritzen und altern können und nur wissen müssen, wie eine Maschine aussah, greifen Sie zur Monografie. Ist das Modell lackiert, überzeugt das Ergebnis aber nicht, bringt ein Lehrband zu genau der Phase mehr, in der es hängt.
Hubschrauber- und Flugzeugmonografien passen zu Luftfahrtprojekten, Bücher über Panzertechnik zu Landfahrzeugen. Zwischen beiden Gebieten übertragen sich die Verfahren nur teilweise, denn ein Hubschrauber hat andere Schmutzquellen als ein Panzer und eine andere Oberflächenstruktur.
Figurenbemalung ist im Angebot mit eigenen Bänden vertreten, und das ist berechtigt: Gearbeitet wird mit dem Pinsel, mit Übergängen auf kleiner Fläche und mit Betonung von Gesicht und Textilien. Wer Dioramen baut, stellt meist fest, dass die Figur über das Ergebnis mehr entscheidet als das Fahrzeug selbst.
Anleitungsbände haben eine Tücke: Sie lesen sich angenehm, und man hat das Gefühl, die Technik beherrscht zu haben, ohne den Pinsel in die Hand genommen zu haben. Bewährt hat sich, ein Thema herauszunehmen, es an einem Reststück oder einem älteren Modell auszuprobieren und erst danach an der Arbeit anzuwenden, an der Ihnen etwas liegt. Besonders gilt das für Effekte der letzten Phase, denn dort ist ein Fehler deutlich schwerer zu korrigieren als am Anfang.
Allgemeinere Anleitungen stehen bei den Modellbau-Büchern, dieselben Themen in Heftform in der Reihe The Weathering Magazine.