Von Farben aus dem Baumarkt unterscheiden sich Modellbaufarben vor allem durch die Feinheit des Pigments. Sie müssen in einer sehr dünnen Schicht deckend sein, die weder Gravuren noch Nieten oder feinen Guss zusetzt. In diesem Bereich sind sie nach Bindemittel geordnet, sodass Sie Acryl, Email, Lackfarben, Ölfarben und Metalltöne ebenso schnell finden wie Sprühdosen und fertig abgestimmte Sets.
Welcher Typ zu Ihrer Arbeitsweise passt, hängt von Trockenzeit, Verdünner und Auftragsart ab. Diese Unterschiede sind unten praxisnah beschrieben.
Das Pigment ist so fein gemahlen, dass sich die Farbe durch eine Düse von wenigen Zehntelmillimetern spritzen lässt und nach dem Trocknen die Details nicht zudeckt, die Sie vorher mühsam gesäubert haben. Viele Töne gehen außerdem auf nachvollziehbare Farbnormen zurück, sodass Sie sich an die Vorlage halten können und den Ton nicht nach einem Foto schätzen müssen.
Acrylfarben sind die vielseitige Wahl für Pinsel und Airbrush. Emailfarben trocknen länger und fließen besser in Vertiefungen, Metallfarben bilden blankes Metall nach, einschließlich polierbarer Oberflächen, und Ölfarben dienen weichen Übergängen und feinem Verschmutzen. Eine eigene kleine Gruppe bilden die Farben auf Alkoholbasis mit sehr dünnem, hochglänzendem Film.
Matte Töne wirken am verkleinerten Modell glaubwürdiger als glänzende, weil sich mit dem Maßstab auch die Lichtreflexion optisch verändert. Glanz und Seidenglanz haben ihren Platz an Fahrzeugkarosserien, unter Decals und an Teilen, die im Original lackiert waren. Der Glanzgrad lässt sich jederzeit mit einer Schlussschicht korrigieren.
Ein Teil des Angebots ist bereits auf Spritzkonsistenz eingestellt, andere Serien sind satter und dicker für die Arbeit mit dem Pinsel. Zum Spritzen gehört Ausrüstung aus dem Bereich Airbrush. Sprühfarben lohnen sich für große einfarbige Flächen, wenn kein Kompressor zur Hand ist, und fertige Farbsets dann, wenn Sie eine bestimmte Maschine bauen und die Töne nicht einzeln zusammenstellen wollen.
Wenn Sie den gesamten Ablauf von der Grundierung bis zum Schlusslack planen, schauen Sie in den übergeordneten Bereich Bemalen und Lackieren, in dem die einzelnen Schritte aufeinander aufbauen.