Kunststoffbausatz des britischen Schweren Kreuzers HMS York im Maßstab 1:350 von Trumpeter. In der Packung liegen laut Hersteller Fotoätzteile, eine Ankerkette aus Metall und ein Ständer; das fertige Modell misst rund 50 cm.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Unmontierter Kunststoffbausatz des britischen Schweren Kreuzers HMS York im Maßstab 1:350 von Trumpeter. Der Hersteller nennt über 330 Teile auf siebzehn Gussästen, einen in Schiebeformen gefertigten Rumpf, Decks mit feiner Plankenstruktur, Fotoätzteile, eine Ankerkette aus Metall, Nassschiebebilder und einen Ständer. Das fertige Modell ist rund 50 cm lang und etwa 5 cm breit — für einen Kreuzer mit schlankem Rumpf ein stattliches Vitrinenstück. Der Rumpf wird als Vollrumpfmodell (full hull) gebaut, ein Ständer liegt bei; eine Wasserlinienvariante (waterline) gibt der Hersteller nicht an. Die Form ist modern, vom Ende des zweiten Jahrzehnts dieses Jahrhunderts, was die Feinheit der Gravuren zeigt.
Die York war das Typschiff ihrer Klasse Schwerer Kreuzer der Royal Navy — gegenüber der älteren County-Klasse ein sparsamerer und kleinerer Entwurf mit Achtzoll-Geschützen in Zwillingstürmen. Ihr Ende gehört zu den dramatischsten Geschichten des Krieges im Mittelmeer: am 26. März 1941 trafen sie in der Bucht von Suda auf Kreta italienische Sprengboote — kleine, mit Sprengstoff beladene Boote, die der Fahrer kurz vor dem Aufprall verließ. Die Explosionen setzten Kessel- und Maschinenräume unter Wasser und die York musste absichtlich auf Grund gesetzt werden, um nicht zu sinken. Das fahruntüchtige Wrack beschädigten danach Luftangriffe weiter, beim Fall Kretas ging es endgültig verloren. Die York ist damit ein Musterbeispiel dafür, wie billige Angriffsmittel ein schweres Kriegsschiff ausschalteten.
Bei einem Schiffsmodell steckt die Hauptarbeit in Aufbauten, Bewaffnung, Booten, Relings und Takelage, nicht im Rumpf — rechnen Sie mit sehr vielen Kleinteilen und bauen Sie in Baugruppen. Rumpf und Decks bemalen, bevor die Aufbauten daraufkommen; dazwischen kommt man später schwer heran. Den Kunststoff mit extra dünnflüssigem Kleber verbinden, Fotoätzteile und Metallkette mit Sekundenkleber. Die grauen Tarnanstriche der Royal Navy mit der Airbrush dünn spritzen, Übergänge mit Maskierband abgrenzen. Das Detail heben ein Wash in den Gravuren und dezentes Trockenbürsten der Kanten hervor. Relings und Niedergänge löst man bei Schiffen in 1:350 üblicherweise mit Fotoätzteilen — ein Basissatz gehört zum Bausatz, die komplette Reling wird separat dazugekauft. Die Takelage spannen Sie zum Schluss.
Das Modell wird unmontiert und unlackiert geliefert. Kleber, Farben und Zubehör sind nicht im Lieferumfang enthalten, sofern der Katalog nichts anderes angibt.
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