Sechs Lacktöne für rumänische Kampfflugzeuge der Gegenwart. Der Satz enthält drei graue Schichten der Mehrzweckjäger, die Farbe der Radarhaube und zwei Töne für die modernisierten Abfangmaschinen.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Die rumänische Luftwaffe erlebte nach 2000 einen ungewöhnlichen Wandel. Zuerst ließ sie ältere sowjetische MiG 21 von einer israelischen Firma zur Version LanceR umbauen, die moderne Avionik, westliche Bewaffnung und mit ihr neue helle Anstriche bekam. Die Abfangvariante LanceR C trug eine Verbindung aus sehr hellem Grau auf den oberen Flächen und einem grünlich blauen Ton auf der Unterseite, für eine osteuropäische Maschine ein recht ungewohntes Aussehen. Ab 2016 kamen dann gebrauchte F-16A und B im Standard Block 20 MLU dazu, die im üblichen amerikanischen Dreigrau-Schema anflogen. Der Satz deckt beide Schichten auf einmal ab.
Interessant ist die Logik, nach der der Satz zusammengestellt ist. Die drei grauen Töne sind nicht drei verschiedene Farben des Schemas, sondern drei Stufen desselben Anstrichs nach Alter und Abnutzung. Der Modellbauer kann so an einer Maschine ein frisch überlackiertes Panel neben einer von der Sonne ausgeblichenen Fläche zeigen, und das macht bei modernen Flugzeugen den größten Teil des Gesamteindrucks aus.
Die Lackbasis ist hier ein Vorteil, denn sie erlaubt es, feine Übergänge schichtweise zu spritzen, ohne dass sich die untere Farbe anlöst.
Wer ins Detail gehen will, kann an den Flügeln die einzelnen Panele durch eine winzige Änderung des Tons unterscheiden. Bei modernen Maschinen ist gerade diese Unregelmäßigkeit das, was ein Modell von einem Spielzeug abhebt.
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