Unter Modellbauern ist Maßstab 1:72 seit Jahrzehnten die häufigste Wahl, und das aus gutem Grund: Ein Jäger misst hier rund fünfzehn Zentimeter, sodass eine ganze Staffel in ein einziges Regalfach passt. Zur Auswahl stehen Bausätze von den stoffbespannten Maschinen des Ersten Weltkriegs bis zu Strahlflugzeugen, in einfachen wie in reich ausgestatteten Editionen. Unten steht, wonach Sie die Edition wählen und mit welchen Zurüstteilen Sie den Bau aufwerten.
Maßstab 1:72 entstand als Kompromiss zwischen Größe und Detail und bringt bis heute die meisten Neuheiten. Sie erhalten eine enorme Typenauswahl, von Spitfire und Bf 109 über die Me 262 bis zur Verkehrsmaschine Tu-154, und zugleich ein Format, in dem vergleichbare Maschinen nebeneinander sammelbar bleiben. Gerade die Möglichkeit, eine ganze Entwicklungsreihe eines Typs aufzubauen, macht 1:72 zum Sammlerklassiker.
Für den ersten Bau empfiehlt sich ein Bausatz mit geringer Teilezahl; Geübtere schätzen die reicheren Editionen, die Ätzteile und Maskierfolien gleich in der Schachtel haben. Limitierte Doppelpackungen enthalten gleich zwei vollständige Modelle.
Ein einmotoriger Jäger hat in 1:72 etwa 12 bis 16 Zentimeter Spannweite, ein zweimotoriger Bomber rund 30. Selbst eine größere Sammlung kommt damit ohne eigenen Schrank aus, was in größeren Maßstäben nicht mehr gilt.
Übliche Bausätze enthalten Spritzrahmen, Klarteile und Decals; Maskierfolien, Ätzteile oder Pilotenfiguren kommen bei Grundeditionen dazu. Schauen Sie vor der Bestellung nach, was der Hersteller tatsächlich beilegt – gerade bei älteren Formen entscheidet das darüber, wie viel Nacharbeit an Passungen anfällt.
Dazu passen solide Modellbaufarben und feine Pinsel für das Cockpit. Wenn Sie über ein größeres Format mit deutlicher sichtbaren Details nachdenken, vergleichen Sie mit Flugzeugmodellen in 1:48.