Sobald der Bau das reine Polystyrol verlässt, hört Plastikkleber auf zu funktionieren. In dieser Kategorie liegen die Klebstoffe für alles andere, was einem Modellbauer am Diorama und an Zurüstteilen unter die Finger kommt: Kontaktkleber für Schaumstoff, Leder und Textil, PVA-Dispersion für poröse Materialien und Holz, Heißkleber in Sticks, Sprühkleber für große Flächen und Spezialmittel zum Einschlämmen von Schotter und zum Fixieren von Grasbüscheln und Streugut.
Modelle bestehen längst nicht nur aus Kunststoff. Durch die Hände gehen Schaumstoff, Balsa, Papier, Textilgurte, Metallblech, Acrylverglasung, Naturmaterial für Bäume und Streugut für den Boden. Jedes dieser Materialien verlangt ein anderes Klebeprinzip — und weil kein Polystyrol beteiligt ist, hat ein Lösungsmittel nichts anzulösen.
Die milchige, klar auftrocknende Dispersion ist die dankbarste Wahl für poröse Materialien: Holz, Papier, Schaumstoff und besonders das Einschlämmen von Schotter und Erde. Sie wird mit Wasser verdünnt, mit Wasser korrigiert und hält genug, damit das Gelände Handhabung verträgt. Spezielle Geländevarianten verhalten sich ähnlich, bleiben aber dauerhaft leicht elastisch oder fixieren ein Büschel ganz hart.
Sie werden auf beide Flächen aufgetragen, kurz angetrocknet und dann zusammengefügt — die Verbindung hält sofort und über die ganze Fläche. Das ist der Weg bei großen Bauteilen, Schaumstoff und allem, was sich nicht mit einer Zwinge pressen lässt. Sprühkleber tut dasselbe auf Flächen, an denen ein Pinsel Streifen hinterlassen würde.
Sticks für die Heißklebepistole eignen sich für die grobe Konstruktion unter der Oberfläche: Geländerippen, Füllungen, Styropor auf Sperrholz. Die Klebestelle ist voluminös und füllt, kommt also dorthin, wo sie niemand sieht. Pistolen und Heißluftgeräte finden Sie bei den Elektrowerkzeugen.
Acrylverglasung, PET und harte Kunststoffe brauchen einen Kleber, der sie nicht angreift und klar bleibt. Universelle Lösungsmittelkleber trüben hier in der Regel die Oberfläche, wählen Sie deshalb ein Mittel, das ausdrücklich für klare und harte Kunststoffe gedacht ist.
Für reine Kunststoffteile kehren Sie zum Plastikkleber zurück, bei Metall und Resin erledigt Sekundenkleber die Arbeit.